Was ist Aikido Shinki Rengo?
Einführung
Aikido Shinki Rengo ist ein Bund bzw. eine Föderation (= Rengo) der Aikido-Vereine, deren Mitglieder auf das Shinki (= göttliches Ki) einen besonderen Wert legen. Es wurde im November 1983 zuerst als Shinkido von Michael Daishiro Nakajima gegründet. Bald wurde der Name aber aus juristischen Gründen in „Shinkiryu Aikido“ geändert. Durch die Vermittlung von Meister Seigo Yamaguchi (1924-1996), einem der damaligen Hauptvertreter des Aikikai Honbu (= Zentral)-Dojo, ist Shinkiryu Aikido seit 1995 mit der größten Aikido-Organisation "Aikikai" eng verbunden und hat seinen Namen in "Aikido Shinki Rengo" geändert. Es ist seit 01. Mai 2013 ein offiziell anerkanntes Mitglied des Aikido World Headquarters (Aikikai / Tokyo), wie die untenstehende Urkunde zeigt:.

Urkunde


Um den Inhalt des Aikido Shinki Rengo zu verstehen, sollten wir zuerst mit dem Begriff „Budo“ beginnen, der auf Japanisch „Der Weg der Kampfkunst“ bedeutet.

1. Budo

Budo ist der Oberbegriff für alle japanischen Kampf-Künste. Die Anfänge des Budo liegen in der Samurai-Zeit. Samurai ist die Bezeichnung für die japanischen Ritter, deren Epoche von etwa dem 11. Jhdt. bis ins 19. Jhdt. hinein dauerte. Zunächst hießen die Kampfkünste der Samurai Bujutsu (Bu=Kampf; Jutsu=Kunst oder Technik). Daneben entstand der Begriff Bushido, der so viel wie "der Weg des Samurai" bedeutet (Bushi = Mann des Kampfs = Samurai; Do = Weg). Der Begriff Budo umfasst diese beiden Begriffe und wurde dominant, nachdem der Samurai-Stand abgeschafft worden war (1868).
In der Samurai-Epoche entwickelte man verschiedene Kampftechniken, mit und ohne Waffen, zu hoher Perfektion - die Samurai mussten ja um ihr Leben kämpfen. Da gute Technik allein aber vor Feinden nicht zu schützen vermag, versuchte man bald, über das nur Technische hinauszugehen und den Geist zu schulen, um so eine Kraft zu entwickeln, die Schwierigkeiten überwand und Gefahr rechtzeitig erkennen ließ.
Vor dem Tod, der in diesen Zeiten etwas ziemlich Alltägliches war, konnte jedoch auch diese Kraft nicht bewahren. Man setzte sich daher direkt mit dem Tod auseinander, und das geschah mit Hilfe des Zen-Buddhismus. Man erkannte, dass derjenige unterliegt, der sein eigenes Leben schützen will, der noch Todesfurcht hat. Selbstüberwindung, ja -verneinung lautete die zentrale Forderung. Der Kämpfer soll sich - in der Terminologie des Zen gesprochen - dem „Mu“ (= Nichts) überlassen.
In dieser Zusammenfassung von technischer Perfektion und geistiger Zucht erreicht Budo seinen Höhepunkt. Budo meint also nicht nur Beherrschung von Kampftechnik, sondern Selbstschulung durch Überwindung des Ich-verhaftet-seins. Im weiteren Sinne steht dahinter der Gedanke, man könne Vollkommenheit im Kampf nur durch Sich-einfügen in den Rhythmus und die Bewegung der Natur und des Kosmos erlangen. Durch diesen Hintergrund bekommt Budo fast den Charakter einer Weltanschauung - was sich in der Silbe "Do" ausdrückt, und zwar Weg im Sinne von Schulungsweg, Weg zur Erkenntnis.
Nach dem Niedergang der Samurai-Epoche und mit Einzug der modernen Zeit waren die Budotechniken nicht mehr als Überlebenstechniken nötig. Sie wurden zu Sportarten "entschärft" - ohne jedoch zunächst ihren geistigen Hintergrund zu verlieren.

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2. Aikido

Was hier zu Budo allgemein gesagt wurde, trifft auch und in besonderem Maße für Aikido zu. Man könnte sogar sagen, in Aikido sei der Budo-Geist zu einem neuen Höhepunkt geführt.
Aikido entstand aus den waffenlosen Kampftechniken der Samurai-Zeit, Jujutsu (= weiche Künste) genannt. Sie stellten zum Teil nur eine Ergänzung zu den - harten - Waffenkünsten dar. Zum anderen wurden sie bewusst in "pazifistischer" Gesinnung sozusagen als Alternative zum Schwert entwickelt, um nicht zu töten. Die rivalisierenden Fürstentümer (= Han) haben je eigene Jujutsu entwickelt und mehr oder minder als Geheimkünste gepflegt. Dies trifft insbesondere beim Aiki-Jujutsu zu, das Jahrhunderte lang im Takeda-Han gepflegt und später dem Aizu-Han übermittelt wurde. Nur die höheren Samurai und Hofdamen durften es erlernen. Es war Sokaku Takeda, der in der Nach-Samurai-Epoche diese Kampfkunst als Daitoryu Aiki Jujutsu befestigt hat.
In seiner heutigen Form wurde Aikido etwa um 1930 systematisiert. Begründer war der Großmeister (O-Sensei) Morihei Uéshiba. Er beherrschte mehrere Budo-Arten und besonders das Aiki-Jujutsu meisterhaft, das er von Sokaku Takeda gelernt hatte. Zugleich war er tief religiös und suchte nach dem Geheimnis des Seins. Durch die Berührung mit der modernen shintoistischen Sekte "Omotokyo" (= Lehre über den großen Ursprung) und durch eine Art mystische Erfahrung kam er zu der Überzeugung, dieses Geheimnis sei die unendliche göttliche Liebe. Und er suchte seine Kunst zu einem Weg zu machen, der diese Überzeugung zum Ausdruck brachte. So wurde aus Aiki-Jujutsu "Aikido". Der Name Aikido wurde 1942 zum ersten Mal verwendet.
"Ai" bedeutet Begegnung und Harmonie. "Ki" ist ein sehr umfangreicher Begriff. Auf Menschen bezogen bedeutet Ki die seelisch-geistige Kraft, die den Körper bewegt. Derjenige, der Aikido ernsthaft übt, erlebt nach und nach an sich selbst, was gemeint ist. Aikido meint demnach: das - zerstörerische - Ki des Angreifers soll mit der Hilfe der Kampftechnik mit dem eigenen verbunden und zur Harmonie geführt werden. Dies erfordert natürlich eine viel höhere Fähigkeit, als wenn der Angreifer einfach zurückgeschlagen wird, ohne Rücksicht darauf, ob er zu Schaden kommt.
Das Ki ist aber nicht nur im Menschen vorhanden, sondern im ganzen Kosmos als Ur-Lebensenergie. Im Hinduismus wird es Prana genannt. Im Mittelalter hat die heilige Hildegard von Bingen dafür den Begriff "viriditas" (= Grünkraft) geprägt. Mit dieser Ur-Lebensenergie gilt es, vereint zu werden. Wir nennen sie in ihrem Ursprung "Shin-Ki" (= göttliches Ki).

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3. Aikido Shinki Rengo

Aikido Shinki Rengo ist – wie oben am Anfang erwähnt - eine Föderation von Aikido-Vereinen, die sich in erster Linie an diesem Shinki orientieren, das allem Leben gibt. Es wohnt allen inne (= immanent) und übersteigt zugleich alles (= transzendent).
Das Ziel des Aikido Shinki Rengo ist Einheit mit dem Shinki. Dabei wird das Shinki nicht als neutrale quasi-physische Energie sondern als die das Leben schaffende, unendliche Liebeskraft erfahren. In der christlichen Terminologie würde das Shinki dem Heiligen Geist entsprechen.
Der Grundcharakter unserer Übung soll deswegen nicht nur die berechtigte Strenge der Geistes- und Budo-Schulung sein, sondern auch die Atmosphäre der Liebe. Wir müssen uns zur Liebe verwandeln, der wahren Kraft, wie Meister Uéshiba bemerkt hat.
Man kann also das Ziel des Aikido Shinki Rengo in folgenden drei Punkten darstellen:
Wirksame Kampfkunst als Budo, dynamisch-fließende Bewegung als Natur-Prinzip und Einheit mit dem Shinki als kosmischer Ur-Lebenskraft, wobei die letztgenannte am wichtigsten ist.

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Wirksame Kampfkunst
Auch wenn das höchste Ziel des Aikido Shinki Rengo in der Einheit mit dem Shinki besteht, darf die Wirksamkeit der Kampfkunst nicht vernachlässigt werden. Sonst würde das Aikido den Charakter des Budo verlieren. Die Wirksamkeit der Technik ist aber nicht nur für den Fall der Selbstverteidigung, der eigentlich ziemlich selten vorkommt und vorkommen soll, wichtig, sondern - sogar in erster Linie - für die geistige Schulung. Ohne Wirksamkeit der Technik wird die Übung zu bloßem "Theater" und verliert an Schärfe. Andernfalls begünstigt es Eigenmächtigkeit, wenn man nicht durch die Bewegung, sondern gewaltsam, mit Muskelkraft, den Partner beherrschen will. In beiden Fällen verfehlt man den Geist von Aikido und dessen lebendige Dynamik.

Dynamisch-fließende Bewegung
Wenn die Kampftechnik nicht von der dynamisch-fließenden Bewegung begleitet wird, entartet sie zu bloßer Trickserei. Unsere Bewegung soll wie die eines Taifun sein: Ein alles mitreißender Wirbelsturm, der im Zentrum einen Ruhepunkt hat, das sogenannte "Auge", in dem es nicht stürmt und der blaue Himmel sichtbar ist. Mal wird der Angriff direkt zurückgestoßen, mal wird er in diese Wirbelbewegung hineingesogen, um entweder in der Mitte festgehalten oder nach außen geschleudert zu werden.
Um diese Bewegung zu fördern, sind Geschmeidigkeitsübungen und Kata hilfreich. Mit Kata bezeichnet man eine Serie mehrerer Aikido-Grundbewegungen, die eine Einheit bildet und ohne Partner geübt wird. Man muss als Erstes lernen, sich von der Körpermitte (Hara=Bauch) aus dynamisch zu bewegen. Ohne diese Grundlage stagniert die technische Entwicklung.

Einheit mit dem Shinki
Die Bemühungen um die Einheit mit dem Shinki durchzieht alle Übungen (Techniken, Geschmeidigkeitsübungen, Kata), wird jedoch ausdrücklich durch Meditation gefördert. Es geht um einen Weg von kleinlicher Egozentrik und Selbstherrlichkeit hin zu einem umfassenderen Bewusstsein der Einheit mit der den Kosmos bewegenden Ur-Lebenskraft. Die einzelnen Methoden werden im Training oder in der gesonderten Meditationsstunde dargestellt. Die Meditation ist das Herzstück des Aikido Shinki Rengo. Sie wird Shinki-Zen genannt, weil das Leer-werden des Ich - der übliche Weg des Zen - klar zum Shinki hin orientiert ist.
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Zusammenfassung
Zusammenfassend kann man das Kennzeichen des "Aikido Shinki Rengo" folgendermaßen beschreiben:
Technisch folgen wir der Entwicklung des Meister Morihei Uéshiba. Dabei achten wir sowohl auf die kampftechnische Schärfe der Vorkriegszeit als auch auf die Bewegungsdynamik der Nachkriegszeit. Wir vermeiden dabei sowohl unnötige Eckigkeit und Brutalität als auch träumerische Herumtanzerei. Wir beziehen Daitoryu Aiki Jujutsu als Basis des Aikido von Meister Uéshiba, Ittoryu Kenjutsu (Schwertkunst = Itto-den Shinki Toho) und auch andere Kampfkünste mit ein und versuchen sie mindestens einigermaßen zu beherrschen, auch wenn wir sie möglichst wenig verwenden, um die Orientierung zum Frieden nicht zu verlieren. Wir vergessen die harte Realität der Gewalt in unserer Welt nicht, streben aber stets nach Gewaltlosigkeit und Harmonie. Daraus resultiert für uns, dass die Konkurrenz und die Abgrenzung zwischen Daitoryu Aiki Jujutsu und Aikido einerseits und zwischen dem Vorkriegs-Aikido und dem Nachkriegs-Aikido andererseits keine Rolle spielen. Sowohl Daitoryu Aiki Jujutsu als auch Vorkriegs-Aikido sind Bestandteile des "Aikido Shinki Rengo", auch wenn wir letzten Endes auf die Ki-erfüllte weiche Bewegung hinzielen.
Auch weltanschaulich sind wir in der zentralen Lehre der kosmisch-göttlichen Liebe mit Meister Uéshiba vollkommen einig. Allerdings denken wir nicht, dass derjenige, der mit dem göttlichen Ki verbunden ist, auf dieser Erde schon auch äußerlich unbesiegbar sei. Wir vertrauen zwar darauf, dass das Gute unserer Weltwirklichkeit letztendlich über das Böse siegen wird, legen aber darauf Wert, bereit zu sein, - um zu diesem Sieg unseren Beitrag zu leisten - uns in diesem diesseitigen Leben für die Verwirklichung der Liebe als Opfer hinzugeben, wenn die Umstände dies von uns verlangen. In diesem Sinne stehen wir in der Samuraitradition der Todesbereitschaft ("Ich habe eingesehen, Bushido heißt Sterben" im Buch "Hagakure"), ohne jedoch deren etwaigen "Nihilismus" ("mit dem Tod kehrt der Mensch ins Nichts") zu teilen, da wir uns - ob lebendig oder tot - im großen Shinki aufgehoben wissen.


Gez.: Michael Daishiro Nakajima, Aikido Shinki Rengo Leiter
Stand: 02. Mai 2013
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Regelüberblick Aikido Shinki Rengo
Stand: 31. 03. 2010

Einführung
Die Regeln des Aikido Shinki Rengo beschränken sich auf das Notwendigste. Ein etwaiger Konfliktfall soll soweit wie möglich durch ein Gespräch gelöst werden, weil auch die vollkommenste Regel nicht alle Situationen des realen Lebens abdecken kann. Aikido Shinki Rengo gehört zum Aikikai Honbu Dojo (Aikido World Headquarters) in Tokyo.

1. Mitgliedschaft
Jede Person, die die Intention des Aikido Shinki Rengo, wie sie in der Schrift “Was ist Aikido Shinki Rengo” steht, unterstützt oder praktiziert, kann Shinki Rengo Mitglied werden. Bei grobem Verstoß gegen die Richtlinien des Aikido Shinki Rengo behält der Leiter das Recht, die Mitgliedschaft sowie die Graduierung zeitweise oder für immer zu annulieren.

2. Vereine
Jeder Shinki-Rengo-Verein ist organisatorisch selbständig. Bis jetzt gibt es keinen offiziellen Shinki-Rengo-Verband, da er einen erheblichen zusätzlichen Arbeitsaufwand mit sich bringen würde. Es gibt aber keine prinzipielle Ablehnung gegen die Gründung des Verbands, wenn die Mehrheit der Mitglieder bzw. deren Vereinsvertreter dies für günstig halten.

3. Das Zentral-Dojo
Das Zentral-Dojo des Aikido Shinki Rengo ist Shinki-Dojo in Schöntal-Oberkessach. Es ist kein Verein im rechtlichen Sinne, sondern eine selbständige Aikido-Schule, deren Leiter gleichzeitig der Leiter des Aikido Shinki Rengo insgesamt ist. Die einzelnen Mitglieder, die zu keinem der Shinki Rengo Vereine gehören, werden Mitglieder des Zentral-Dojo.

4. Der Leiter (Chef-Trainer des Aikido Shinki Rengo = Shinki Dojo Cho)
Der Leiter kann innerhalb der Bedingungen vom Aikikai Honbu Dojo auch von der Graduierungsregel des Shinki Rengo abweichend Graduierungen der Mitglieder vornehmen.

5. Graduierung
Die Graduierung dient der Orientierung, so dass man um das eigene Entwicklungsstadium weiß und des richtigen Lehrers (mit der entsprechenden Graduierung) sicher sein kann. Er-fahrungsgemäß fördert die Prüfung und Graduierung oft eine sprunghafte Entwicklung, während man ohne sie leicht in eine gewisse Selbstzufriedenheit gerät, weil solche hohe Anspannung im Alltag wie in der Samuraizeit - zum Glück - nicht mehr vorhanden ist. Damit aber die Graduierung nicht veräußerlicht wird, ist jedes Mitglied gehalten, sich regelmäßig in der Meditation zu üben.

Die Graduierung kann durch eine Prüfung oder in Ausnahmefällen durch eine Empfehlung vonstatten gehen. Diejenigen Mitglieder, die regelmäßig zweimal oder mehr wöchentlich trainieren, können nach Ablauf von mindestens 1 ½ Jahren ohne Prüfung zu einem höheren Kyu graduiert werden, wenn die/der Prüfungsberechtigte dies für berechtigt hält. Bei denjenigen, die nur 1 Mal pro Woche oder weniger trainieren, beträgt die Frist mindestens 2 Jahre. Die Graduierung ohne Prüfung beschränkt sich aber auf insgesamt nur 2 Kyu-Graduierungen und darf nicht 2 Grade hintereinander geschehen.

Die Graduierungen in einer anderen Stilrichtung werden nach unserem Maßstab neu bewertet, wobei es zunächst nicht in erster Linie um die Zahl der beherrschten Techniken sondern um die Qualität der Führung der Technik sowie um die Bereitschaft der geistigen Schulung geht.

6. Die Grade und die Prüfungsberechtigung (bei den Dan-Trägern)
Die Kinder-Kyu-Grade werden vom Trainer des jeweiligen Vereins erteilt.
Jukkyu(10. Kyu)Weißgürtel mit gelbem Streifen
Kyukyu (9. Kyu) Weißgürtel mit orangenem Streifen
Hakkyu (8. Kyu) Weißgürtel mit grünem Streifen
Nanakyu (7. Kyu) Weißgürtel mit blauem Streifen
Rokkyu (6. Kyu) Weißgürtel mit braunem Streifen

Weitere Kyu-Grade (Weißgürtel) werden vom Leiter des Shinki Rengo erteilt.
(Mindestalter 14; Mindestabstand zum nächsten Grad 6 Monate)
Gokyu (5. Kyu), Yonkyu (4. Kyu), Sankyu (3. Kyu), Nikyu (2. Kyu), Ikkyu (1. Kyu)

Dan-Grade(Schwarzgürtel) werden vom Aikikai Honbu Dojo erteilt.
Grade   Bedingungen bei 2-maligem Training/Woche Befugnis zur Prüfung
      bzw. Empfehlung
Shodan (1. Dan) Mindestalter 18 Jahre; mind. 1 Jahr n. d. 1. Kyu bis 3. Kyu einschließlich
Nidan (2. Dan) frühestens 2 Jahre nach 1. Dan-Graduierung bis 2. Kyu “
Sandan (3. Dan) frühestens 3 Jahre nach 2. Dan-Graduierung bis 1. Kyu “
Yondan (4. Dan) frühestens 4 Jahre nach 3. Dan-Graduierung  
Godan (5. Dan) frühestens 5 Jahre nach 4. Dan-Graduierung  
Rokudan (6. Dan frühestens 6 Jahre nach 5. Dan-Graduierung  
Nanadan (7. Dan)    
Hachidan (8. Dan)    

Der Leiter des Aikido Shinki Rengo kann z.Z. bis zum 5. Dan einschließlich prüfen bzw. empfehlen. Die Bedingung für die Beibehaltung der entsprechenden Prüfungsbefugnis ist das jährliche Training von mindestens 12 Stunden beim Shinki Rengo Leiter. Dies entspricht etwa 2 Lehrgängen für diejenigen, die weit vom Shinki-Dojo entfernt wohnen. Diese Regel ist nötig, damit der Maßstab für die Graduierung in allen Shinki-Rengo-Vereinen soweit wie möglich gleich bleibt.

7. Die Kleidung
Die Übungskleidung hilft, Übungsatmosphäre zu schaffen. Unsere Übungskleidung ist ein gewöhnlicher Budo-Anzug (jap.: Dogi) mit Hakama (= eine Art Hosenrock). Jeder kann den Hakama tragen, wie es der Samurai-Tradition entspricht. Auch ästhetisch ist es schöner, mit Hakama zu üben. Im Honbu-Dojo oder beim Aikikai-Lehrgang ist es aber üblich, dass nur die Dan-Träger/innen Hakama tragen. Die Farbe des Hakama ist schwarz oder dunkelblau.

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